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Nationalparks in Botswana

Mokoro Fahrt im Okavango Delta in Botswana

Okavango Delta

Das Okavango-Delta ist mit einer Fläche, die größer als Schleswig-Holstein oder Belgien ist, das größte Binnendelta der Welt. Der aus dem Hochland Angolas zufließende Okavango trifft in Botswana auf die Sandsavanne der Kalahari und bildet eine einzigartige Verbindung: Wüste und Delta.Im Bereich des Okavango-Deltas bildet die östliche Okavango-Penhandle ein aus fünf Hauptarmen bestehendes Geflecht an Flussläufen, Wasseradern, Seen, Inseln und Waldflächen, dass zurecht den Titel »größtes Naturparadies der Welt« trägt. Das Tor zum Okavango-Delta ist die Stadt Maun.

Traditionell bewegt man sich im Mokoro, dem hölzernen Einbaum, durch diese urwüchsige Sumpflandschaft, sicher von ausgebildeten Polern gesteuert. Heute ganzjährig zu besuchen. Im Interesse des Baumbestandes werden mehr und mehr Aluminium-Mokoros genutzt, die ebenfalls höchste Sicherheit auch bei unerwarteten Begegnungen mit Krokodilen und den ungekrönten Herrschern der Sümpfe, den Hippos bieten.

Zu den spektakulärsten Okavango-Erlebnissen gehört auch ein Überflug über das Delta. Zahlreiche »Buschflieger« bieten ihre Dienste in und ab Maun an. Riesige Elefanten- und Büffelherden ziehen unter ihnen durch das Deltas, ein unvergessliches Erlebnis. Aber auch Zebras, Springböcke, Seeadler und Klaffschnabelstörche sind zu entdecken. Seit kurzer Zeit sind sogar die Nashörner wieder heimisch. Sie wurden aus dem Mokolodi Nationalpark umgesiedelt. Im Zentrum des Deltas, auf Chief’s Island sorgen mehrere Pärchen dafür, dass diese lange Zeit bedrohte Tierart hier wieder ein Refugium gefunden hat.

Reisezeit:

  • Dezember bis März: viele Camps geschlossen, wenig Touristen, hohes Malariarisiko, Vegetation besonders üppig, dennoch relativ ergiebige Tierbeobachtungen
  • Beste Tierbeobachtungszeit: Juni - Oktober
  • Achtung: aufgrund der Vegetation sind Tierbeobachtungen unterschiedlich zu der offenen Savanne (z.B. Mokoro-Touren bieten eher Beobachtungsmöglichkeiten für Vogelwelt und Wassertierwelt)
  • Anreise in Teile des Deltas häufig nur per Kleinflugzeug (Flug absolutes Highlight wegen der Sicht)

 

 

Elefanten trinken am Fluss im Chobe Nationalpark in Botswana

Chobe Nationalpark

Anderthalbmal so groß wie Korsika, ist der Chobe River und der Nationalpark im äußersten Nordosten Botswanas vielleicht das Eldorado schlechthin für Elefanten. Mehr als 60.000 Dickhäuter von noch dazu stattlicher Größe leben hier, die größte zusammenhängende Population dieser Art weltweit. Aber auch Büffel, Hippos und Antilopen finden hier ihre Refugien. Mit mehr als 440 Vogelarten ist Chobe zudem ein Mekka für Vogelbeobachter.

Die außerordentlich gute touristische Infrastruktur — großzügige Lodges in und um Kasane, ebenso phantastisch ausgestattete kleine Bush Camps im gesamten Chobe Game Reserve — locken ebenso in dieses Vierländereck von »Zim(babwe)-Zam(bia)-Nam(ibia)-Bots(wana)« wie die nur 70 km entfernten Victoria-Fälle, die man von Kasane aus heute sogar per Mountain oder Cross Country Bike ansteuern kann. Das Chobe Game Reserve ist durch ein ganzjährig befahrbares Pistennetz verbunden — mit Allradantrieb, versteht sich.

Reisezeit:

  • November bis April: einzelne Strecken nur eingeschränkt befahrbar, Malariaschutz erforderlich, in der Savuti-Sektion höchste Wilddichte, wenig Touristen
  • Mai bis Oktober herrscht Trockenzeit, bessere Bedingungen für Tierbeobachtungen (Vegetation dünner) – vor allem am Chobe River und in den Linyanti-Sümpfen
  • Bester Monat für Tierbeobachtung: Oktober

 

 

Vogelwelt der Central Kalahari in Botswana

Central Kalahari Game Reserve

Erst seit 1998 ist das mit 52.800 qkm zu den fünf größten Naturreservaten der Erde zu zählende Gebiet der zentralen Kalahari für den Individualtourismus geöffnet. So konnten sich Flora und Fauna in dieser semiariden Savannenlandschaft mit Niederschlägen von kaum mehr als 300 mm pro Jahr prächtig entwickeln.Ein Besuch dieses Gebietes, möglichst im Rahmen einer Mobile Safari, zählt zu den Höhepunkten eines jeden Botswana-Aufenthaltes. 

Nicht nur des Brüllens jener legendären, schwarzmähnigen Kalahari-Löwen wegen, die nur noch hier in einer Zahl von 600 Exemplaren anzutreffen sind, deren Gebrüll in der endlosen Weite der Kalahari noch in acht Kilometern Entfernung zu hören ist, sondern wegen der gesamten Atmosphäre, den Beobachtungen einzigartiger Sonnenauf- und -untergänge und der abenteuerlich empfundenen Einsamkeit.Die zentrale Kalahari ist die Heimat der San, jene Urbewohner des südlichen Afrikas, die hier seit 25.000 Jahren leben. Dem heutigen Leben dieser früher als Jäger und Sammler lebenden Urbewohner kann man in den Siedlungen New Xade, in Ghanzi sowie den bemerkenswerten Projekten in Kuru und D’kar nachspüren. Die San sind auch sehr gute Guides zum Beispiel auf einer mobilen Safari zu den Camping Sites in Matswere oder Camp Xade.Für die Erkundung des Central Kalahari Game Reserve ist unbedingt Allradantrieb und GPS nötig. Da es keine Versorgungs- und Tankmöglichkeiten gibt, müssen entsprechende Vorräte mitgeführt werden.

Reisezeit:

  • während der Regenzeit November bis April ist die beste Tierbeobachtungs-Zeit

 

 

Tierwelt in den Tsodolo Hills in Botswana

Tsodolo Hills

UNESCO-Weltkulturerbe und »Louvre der Wüste«  Wie eine Pyramide erhebt sich Botswanas höchster Berg 400 Meter hoch aus der unendlichen Weite am Rande der nordwestlichen Kalahari. Samt Unterbau kommt er auf 1.400 Meter. Zu diesem »Male Hill« (Vater-Hügel) gesellen sich noch »Female« (Mutter-Hügel) und »Child Hill« (Kind-Hügel) sowie ein vierter, der von den San keinen Namen erhielt — vielleicht wegen seiner abgeschiedenen Lage.

Mehr als 4.000 Felszeichnungen und Malereien haben Wissenschaftler bisher an diesem magischen Ort entdeckt, den u.a. Sir Laurens van der Post mit seinem Klassiker »Die verlorene Welt der Kalahari« portraitierte und zum »Louvre der Wüste« erklärte. Seit Mai 2001 ist hier ein Museum geöffnet, das über die 20.000 tausendjährige Geschichte dieses faszinierenden Platzes Auskunft gibt.

Im Juli 2002 deklarierte die UNESCO das gesamte Gebiet zum Weltkulturerbe. Auf sechs Wanderrouten, geführt von ortskundigen Guides, kann dieses mystische Hügelgelände erkundet werden. Entdecken Sie die weltberühmten »Tanzenden Penisse« oder einzigartige Giraffen-Portraits in diesem wohl ältesten, schon von den San mit Tabus geschützten Natur- und Kulturreservat der Welt. Die Anreise erfolgt per Flug ab Maun oder über die Schotterpiste ab Shakawe (50 km) per Allradantrieb. Die Übernachtung auf einfachen Campingplätzen ist möglich und über das Museum anzumelden.

Portrait-Aufnahme einer Antilope in Botswana

Salzpfannen

Weltweit Nummer Eins: die Makgadikgadi Pans. Mit mehr als 12.000 qkm Fläche ist das Gebiet der Makgadikgadi-Salzpfannen das größte seiner Art weltweit. Noch vor 200.000 Jahren erstreckte sich auf diesem Gebiet einer der größten Binnenseen Afrikas. Seither ist er nach und nach ausgetrocknet. Noch heute finden sich an den einstigen Ufersäumen zahllose archäologische Spuren frühester Besiedlung. Besonders beeindruckend ist in dieser Hinsicht auch Kubu Island, eine Erhebung in der flachen Salzpfannenwelt, die man am besten von Süden aus und nur im Konvoi (Allradantrieb!) erreicht. 

Zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten zählen die Salzpfannen selbst, die man auf einer spektakulären Quad Bike Safari kennen lernen kann, aber auch Chapman’s Baoboab, an dem sich schon David Livingstone einfand und Nachrichten hinterließ. Besonders spektakulär sind die Salzpfannen während der Regenzeit, wenn sich das Wasser oft nur knöcheltief über der Salzkruste staut.

Tausende Tiere folgen dann dem Wasser des Okavango und seiner Nebenflüsse auf ihrer jährlichen Migration in dieses Gebiet. Bei Nata lohnen das Nata Bird Sanctuary (Vogelbeobachtung) sowie die riesige dort siedelnde Flamingo-Kolonie.

Nxai Pans — Baobabs im Salz-Labyrinth Auf halber Strecke zwischen der Maun und Francistown gelegen, zählt der Nxai-Pans-Nationalpark (2.578 qkm) zu den eher unbekannteren Zielen in Botswana. Dabei besitzt das System von Salzpfannen, das sich nördlich dem ausgetrockneten Makgadikgadi-Pfannensystems anschließt, mit den Baines Baobabs eine weltbekannte Sensation.Die Gruppe über tausend Jahre alter, über 20 Meter hoher Affenbrotbäume wurde erstmals vom englischen Maler John Thomas Baines 1862 portraitiert, dem seither zahllose weitere Künstler folgten. Der bekanntes unter ihnen ist Prince Charles, der hier schon mehrmals weilte und die einzigartige Stimmung dieses Ortes zu verschiedensten Jahreszeiten festhielt.Während der Okavango-Migration sind auch die Nxai Pans Durchzugsgebiet zahlloser Wanderpopulationen.

Reisezeit:

  • in der Regenzeit von November bis April besonders starkes Tieraufkommen und Vegetationsexplosion

Quelle: Botswana Tourism Board